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Möglichkeiten im Unternehmen (Inhouse Karriere)

Der Inhouse Bereich bietet eine Vielfalt an Möglichkeiten: Die Bandbreite möglicher Einsatzfelder reicht dabei von der klassischen juristischen Tätigkeit (z.B. als (junior/senior) Legal Counsel) über die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Unternehmen (gerade in den Bereichen Compliance und Datenschutz) bis hin zur Führung (Leiter Recht/Head of Legal) und (Mit-)Gestaltung des Unternehmensgeschäfts (z.B. als General Counsel/Geschäftsführung). So unterschiedlich diejeweiligen Branchen und Unternehmenskulturen sind, so fließend sind natürlich auch die Übergänge zwischen den zuvor skizzierten Bereichen als auch deren spezifische Bezeichnungen.

In den letzten Jahren gibt es einen Trend innerhalb vieler Unternehmen die Kosten für die externe Rechtsberatung erheblich zu reduzieren und spiegelbildlich die eigene Rechtsabteilung zu verstärken. Besonders hohes Wachstum ist in dem Bereich Compliance zu sehen. Der Ausbau von Complianceabteilungen geht sowohl einher mit den immer strikter (weil gleich nochmal „schärfer“ kommt) werdenden regulatorischen Anforderungen als auch dem geschärften Bewusstsein, dass ein Compliance Vorfall direkten Einfluss auf das Geschäft und das Unternehmensergebnis hat. In Unternehmen reifte (teils schmerzlich) die Erkenntnis, dass die größte Gefahr nicht durch Bußgelder und Strafen droht, sondern ein möglicher und mittelbar finanziell messbarer Vertrauensverlust durch Verbraucher und Geschäftspartnern. Vor diesem Hintergrund investieren Unternehmen verstärkt in den Bereich Compliance und bauen diese Abteilung aus.

Für viele Juristen ist die Arbeit für ein Unternehmen auch sehr reizvoll. Oftmals steht dabei der Wunsch im Vordergrund, sich auf nur einen Mandanten – das Unternehmen – zu konzentrieren und Prozesse von Anfang bis Ende begleiten zu können. Ferner die Auswirkungen der getroffenen Entscheidungen selbst und nicht bloß aus der Distanz, als externer Berater, miterleben zu dürfen. Des Weiteren stehen die Themen Work-Life Balance bei angemessener Vergütung, Planbarkeit der Karriere sowie die Vereinbarkeit von Kind und Familie im Vordergrund (z.B. Homeoffice-Angebote). Zu guter Letzt lockt oftmals die Option nicht dauerhaft bloß „kernjuristisch“ tätig zu sein, sondern sich bei Gelegenheit innerhalb des Unternehmens oder Konzerns weiterentwickeln zu können – etwa langfristig in das operative Management.

Der Berufseinstieg in ein Unternehmen ist in der Regel etwas schwierig – aber nicht unmöglich. Für Berufsanfänger gibt es zunächst weniger Auswahl, da Arbeitgeber Kandidaten mit einschlägiger Berufserfahrung präferieren. Spiegelbildlich steigt die Auswahlmöglichkeit mit zunehmender Erfahrung: Das erste klassische Wechselfenster für Rechtsanwälte öffnet sich mit „erster Berufserfahrung“, d.h. in der Regel frühestens nach circa zwei Jahren. Ein echtes Asset ist dabei die Ausbildung in einer international tätigen Kanzlei. Diese genießt weiterhin einen sehr hohen Stellenwert. Denn zum einen wird dort nicht nur das juristische Handwerk, sondern auch der Umgang mit Mandanten gelernt. Zum anderen bekommt man einen ersten Einblick in die Strukturen und rechtlichen Herausforderungen der Mandanten – und dies sind meistens Unternehmen.

Dank des „neuen“ Befreiungsrechts von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht wurde ein wichtiger Punkt geklärt und ein Wechsel in ein Unternehmen wieder attraktiver. Gehaltlich geht der Wechsel von der Kanzlei- in die Unternehmenswelt oft mit einer finanziellen Einbuße einher. Die Frage der Höhe kann nicht pauschal beantwortet werden und hängt von vielen Faktoren ab (insb. Branche, Größe des Unternehmens, Region). Statt in barer Münze zahlt sich der Wechsel von der Kanzlei- in die Unternehmenswelt für viele Kandidaten jedoch insofern aus, als Faktoren wie eine besser Work-Life Balance oder Planbarkeit eine immer größere Rolle spielen. Der Wechsel in ein Unternehmen muss kein Rückschritt sein. Er ist eine gute Option – zumal nicht jeder Partner oder ähnliches werden kann bzw. will. Er kann vielmehr auch ein echter Karriereschritt nach vorne sein. Dies gilt umso mehr im „zweiten Wechselfenster“, d.h. nach rund 5-7 Jahren Berufserfahrung. Für solche Kandidaten können im Idealfall auch schon gehobenere Positionen (z.B. als senior legal counsel oder gar mit Führungsverantwortung) in Frage kommen – diese sind natürlich entsprechend gut vergütet. Entscheidend ist herauszufinden welche Optionen man hat – wir helfen Ihnen gerne dabei.